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Mittwoch, 4. Mai 2011

V wie Vendetta

Wie versprochen stelle ich nach der Reihe meine Comicschätze vor. Nachdem ich mir gestern wieder einmal den Film angeschaut habe, kommt heute V wie Vendetta an die Reihe. Und wieder einmal übernimmt das Internet freundlicherweise die Inhaltsangabe:


Die Geschichte spielt in naher Zukunft. Der Ort der Handlung ist dabei Großbritannien. Hier hat nach dem verheerenden 3. Weltkrieg die faschistische Partei die Staatsführung übernommen und kontrolliert mittels mehrerer Staatsorgane, welche stets gemäß ihrer Aufgabe den Namen eines Teils des menschlichen Körpers tragen – so überwacht das Ohr beispielsweise die Telefongespräche und die Finger übernehmen die Aufgaben der Polizei – die gesamte Bevölkerung. Aufstände werden gnadenlos niedergeworfen und verdächtige Personen gefangen genommen und gefoltert. Die Regierung hat Konzentrationslager für Homosexuelle, Ausländer und Aids-Kranke errichtet. 

Evey ist ein 16-jähriges Mädchen, das durch die Regierung beide Eltern verloren hat und nun alleine lebt. Um überleben zu können, sieht sich Evey gezwungen, ihr Geld mit Prostitution zu verdienen. Doch schon in ihrer ersten Nacht gerät sie an die falschen Männer: Beamte des Fingers. Da diese vom Staat berechtigt sind, nach eigenem Ermessen zu strafen und Evey gegen die Ausgangssperre verstoßen hat, wollen sie Evey vergewaltigen. In diesem Moment tritt jedoch der mit einer Guy Fawkes-Maske kostümierte V in Eveys Leben. Er rettet sie vor den Fingermännern und zeigt ihr ein Spektakel der besonderen Art: V sprengt das Parlamentsgebäude in die Luft.

Im ersten Buch, Der Verbrecher genannt, wird dabei der Figur des V besonders viel Platz eingeräumt und seiner herausragenden Persönlichkeit Achtung getragen: V wirkt in seinem Benehmen fast wie Robin Hood, er ist edel und kämpft für die Interessen der Bevölkerung. Gleichzeitig ist V ein durchaus gebildeter und intelligenter Mann und philosophiert in einigen Passagen über sehr anspruchsvolle Themen. Auch hat er einen Hang zu klassischer Literatur und zitiert gerne auch mal Shakespeare und Goethe, was immer sehr gut in den Zusammenhang zur Geschichte eingeflochten ist. Allerdings ist V auch ein gnadenloser Attentäter, der Mitglieder der Regierung ohne Reue ermordet. Das V aber mehr als ein Motiv, nämlich die Sehnsucht nach Freiheit, für seine Taten hat, erfährt der Leser erst später und wird deshalb an dieser Stelle nicht verraten.

Im zweiten Buch, welches den Titel Dies verderbte Kabarett trägt, liegt der Fokus mehr auf einigen Nebencharakteren, wie beispielsweise dem Ermittler Finch, der auf der Spur des Terroristen V ist. Allerdings beginnt Finch während seinen Ermittlungen auch auf mehrere Ungereimtheiten zu stoßen, welche in ihm Zweifel an der eigenen Regierung aufkommen lassen. Und auch ergreifende Einzelschicksale, wie etwa das der lesbischen und dafür inhaftierten Valerie, werden vorgestellt, was das ganze Ausmaß des Schreckens, den die Regierung auf ihr Volk ausübt, noch weiter verstärkt.

Im dritten und letzten Buch, mit dem poetisch anmutenden Titel Das Land Tu-Was-Du-Willst, kommen dann alle Handlungsstränge zu einem Ende. Hierbei zeigt sich die gesamte Genialität, die hinter diesem Werk steckt. Kluge Dialoge, große symbolische Handlungsweisen, unerwartete Wendungen, Trauer und Triumph, alles ist vorhanden. Und am Ende ist der Leser froh, V wie Vendetta gelesen zu haben, aber traurig, dass es vorbei ist.

Der epische Schluss ist übrigens besonders sehenswert!
Der Comic wurde auch schon verfilmt, jedoch distanzierte sich Comic-Gott Alan Moore davon, da die Verfilmung zu sehr von seiner Vorlage abwich. Aber dennoch ist der Film sehr gut gelungen. Ebenfalls sehenswert.! KAUFEN KAUFEN KAUFEN! Geld zum Fenster rauswerfen! Was anderes haben wir immerhin noch nie gekonnt.!

Kommentare:

Lala hat gesagt…

V wie Vendetta ist genial, ich hab den Comic zwar nur angefangen, aber wenn er auch nur halb so gut ist wie der Film (und das denke ich mal), ist es super!

Jakob hat gesagt…

MEINE Comicschätze, wohlgemerkt! :P

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